„Schon seit mehreren Monaten stand mein Entschluss fest, dass ich das Amt als Erster Kommandant der Feuerwehr Bad Bayersoien aus persönlichen Gründen nicht weiter ausführen kann“, berichtet der scheidende Erste Kommandant Franz Niggl in seiner Ansprache auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Die Entscheidung über seinen Rückzug fiel Niggl nach 15 Jahren an der Spitze der Feuerwehr wahrlich nicht leicht. Dennoch überwogen die Gründe, auch wegen seiner beruflichen Veränderung. Durch die Schichtdienstarbeit bleibt weniger Zeit für die Ortswehr. Niggl bleibt dem Feuerwehrwesen aber erhalten. Als Einsatzkraft möchte sich Franz Niggl weiterhin für Bad Bayersoien einbringen. Zudem ist er Kreisbrandmeister der Landkreis-Inspektion und steht bei Feuerwehr-Prüfungen und Leistungsabzeichen als Schiedsrichter auf Landkreisebene zur Verfügung.
Sein Stellvertreter, Benjamin Schuster stellte sich bei der Versammlung zur Wahl und wurde von der Mannschaft zu Niggl’s Nachfolger gewählt. Neu hinzu kam Josef Frühschütz-Grüning, welcher von der Versammlung zum stellvertretenden Kommandanten gewählt wurde. Beide halten nun die Funktion der Kommandanten für sechs Jahr inne.
In einer Laudatio würdigte Benjamin Schuster, der schon viele Jahre an der Seite von Niggl steht, die Leistungen von Franz Niggl. „Er stemmte die Einsatzleitung von Großschadenslagen, wie das schwere Hagelunwetter, kam hierfür sogar aus seinem Familienurlaub zurück. Führte seine Mannschaft bei Großbränden und diversen Unwetterlagen an, sowie bei schlimmen Unfällen. Die Organisation im Gerätehaus, Planung der Ausbildungen und Übungen, administrative Tätigkeiten, die Kommunikation mit der Gemeinde. Lieber Franz, ein herzliches Dankeschön für deine enorme Leistung“, bekräftigte Schuster. Auch die Erste Bürgermeisterin Gisela Kieweg würdigte die Leistungen von Niggl in ihrer Ansprache. Der Abschied, ein sehr emotionaler Moment im Saal.
Im Rückblick ging Franz Niggl auf das letzte Jahr ein. „Wir können auf ein „normales“ Einsatzjahr zurückblicken“. Zu 20 Einsätzen wurde die Bayersoier Wehr gerufen. Darunter Brände, Unfälle, Ölspuren und Absicherungen. Somit ergaben sich im Jahr 2024 stolze 437 Einsatzstunden. Geübt wurde an 72 Tagen mit insgesamt 522 Stunden. „Uns allen ist der schwere Unfall auf der B23 bei Saulgrub im Gedächtnis geblieben. Hier sind ein LKW und ein Transporter frontal verunfallt, dabei wurden mehrere Insassen eingeklemmt“, erinnert Niggl. Als besonderen Moment betitelt der scheidende Feuerwehrchef die Einladung des Ministerpräsidenten zum diesjährigen Neujahrsempfang in der Münchner Residenz. Zehn Mitglieder der Wehr folgten der Einladung des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.
Auch im Verein der Feuerwehr gab es reichlich zu tun. „Wir haben die lange Nacht der Feuerwehr erneut umgesetzt, die bis in die Früh hinein gedauert hat. Auch der Glühweinstand konnte wieder von uns betrieben werden. Bei Bayersoien in Flammen wurde jede helfende Hand benötigt. Zudem hatten wir einen sehr gelungenen Törggelen-Ausflug“, weiß der Erste Vorsitzende Robin Demharter zu berichten. Beschafft wurden im Verein neue Bekleidungen, ein Rollcontainer, eine Hochwassersperre und ein neuer Schrank. „Die Einnahmen des Vereins kommen immer der aktiven Wehr zugute“, so Demharter.
„Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Sommer die Architekten-Vergabe für das Gerätehaus vollziehen können, es geht voran“, berichtete Erste Bürgermeisterin Gisela Kieweg. Es wird ein Gesamtkonzept für das Feuerwehrgerätehaus geben, welches dann in Bauabschnitten umgesetzt wird. „Wichtig war, dass wir Verfahrensfehler in der Vergabe und Planung ausschließen können. Auch wenn es länger dauert, ich bin mir sicher, dass wir dann auf ein perfektes Ergebnis schauen können“, so Kieweg. Auch die Feuerwehrführung stimmte der Bürgermeisterin bei der Versammlung zu und begrüßte den Vorschritt.
Auf dem Foto zu sehen:
v. l.: Kreisbrandrat Andreas Küspert, Benjamin Schuster, Josef Frühschütz-Grüning, Franz Niggl.
Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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